Urlaub im sonnigen Süden

Hier sind’s 30°C, Sonne, ein paar Gewitter.
Morgen zieht es mich wieder nach UK, London.
Dort werden es ca. 15°C sein, abwechselnd Wolken und Regen.
Das nennt man Urlaub.

Ich nehme keinen PC mit, kümmere mich also nur unregelmäßig um mails und Co.

Nachtrag aus Köln

…bzw. vom Garten meiner Eltern aus. Hier sitz ich grad. Hab aber eh nicht genug Zeit, um mit dem Nachtrag fertig zu werden. Aber ich wollte wenigstens mal anfangen.
Letzte Woche Monatg hab ich ja David verabschiedet und wieder nach London geschickt. Zusammen mit der Senseo Kaffeemaschine, die in 10 Tagen nach Deutschland reist. Danach war ich mit Katie, Liz und Anna auf dem Eurocultured Festival. Es war ganz nett und ein paar Fotos von der (Street)Art dort hab ich ja schon gepostet.
Dienstag war ich dann noch mal in der City. Allein und mit stoischer Gelassenheit bei Primark und hier und da und meine letzte Nebenkostenabrechnung zahlen und im Museum of Science and Industry, wo ich mir die ganze Zeit noch unbedingt die Ausstellung zur Geschichte Manchesters angucken wollte. Eigentlich sollte an jenem Dienstag das Wetter total scheiße sein und mittwochs dann wieder besser. Also hatten wir für Mittwoch den Ausflug nach Liverpool geplant. Mittwoch morgen hat es dann gepisst wie Sau. Bei 10°C. Nadia und ich sind trotzdem gefahren. Es war echt nett. Sie ist vor 4 Jahren aus Russland nach England gekommen, hat zwischendurch ein Jahr in Hamburg und Berlin gelebt und hat an meinem Deutsch-Tutorium teilgenommen. Wir verstehen uns ganz gut und haben festgestellt, dass wir viele Erfahrungen, Probleme und so teilen, in Sachen England als neue Heimat. Das war sehr interessant und cool. Wir waren in der TATE Gallery und haben Kunst geguckt. Das war schon ganz schön krass zum Teil. Und dann haben wir ewig da im Café gequatscht, da wir 10GBP verprassen konnten, die wir vorher gefunden hatten…

Naja, ich muss mal los. Wann anders dann mehr.

rote Eichhörnchen zum Frühstück

Ich bin angekommen.

Trotz Milchstreik trinke ich Kaffee mit Milch und blicke in den Garten. Und da wuselt ein rotes Eichhörnchen. GuterStart eigentlich.

Gleich geht der große Stress dann schon wieder los. Aber irgendwann werd ich Zeit haben anzukommen und auch richtig zu schreiben.

Mein letztes Stündlein hat geschlagen

Es ist 5:33pm, um 6:30pm will ich durch Tür. Hab leider grad keine Zeit mehr zu schreiben. Melde mich irgendwann in ein paar Tagen in Sachen letzte Tage…

Liverpool

Wieso sucht man sich eigentlich den Tag mit der besten Wetterprognose für einen Ausflug aus? Es pisst wie sau! Aber ich fahre heute nach Liverpool, jetzt gleich geht’s los. Da ich nur noch Chucks hier hab gibt das wohl nasse Füße. Naja. Wenn wir danach nicht völlig bedient sind, wollen Nadia und ich danach noch ins Hilton. Und heute Abend wird zuende gepackt.
Ansonsten ist hier halt Frühling, britischer Frühling. Nach 2 Wochen konstant über 10°C und wenig Regen, haben wir seit vorgestern wieder die Heizung im Haus an…

Ein lauer Frühlings-Abend – Ganz Manchester sitzt vor der Glotze

Was bin ich fleißig! Nur leider nicht am Lernen, sondern am Bloggen… Naja.
Heute nochmal ein Beispiel typisch englischer Uni gehabt… Juliane und ich waren um 5pm mit Dave Collins in seinem Büro verabredet, damit er uns irgendwelches Erasmus-Gedöns unterschreibt. Den Vorschlag auf ein Treffenim Pub hat er abgelehnt; er müsse um 5:30 irgendwo anders hin. Um 5pm treffen wir Dave im Uni-Treppenhaus und er schickt uns ins Pub, wir sollten doch schonmal ein Curry essen, er käme in 10min nach. Also ins Pub, Getränke und Curry (Süßkartoffel-Spinat und Tofu-Tomate, hotttt!!!) geordert, Judith getroffen und gequatscht, gegessen, getrunken, gequatscht… Nach einer guten Stunde kam Dave dann und nachdem er ne Runde mit seinen Kollegen gequatscht und ein Bier getrunken hatte kam er zu uns und gab ne Runde. Dave zeigt uns seine unübersichtlichen Listen mit Erasmus-Studenten und Kursen und wir schreiben ihm einfach auf was wir gemacht haben. Ich lasse mir noch irgendein Blanko-Formular zur Änderung des Learning Agreements unterschreiben und da es auch von irgendeinem Koordinator von der Fakultät unterschrieben werden muss, geht es noch schnell zum Tresen und lässt auch Dave Davies seinen Namen drunter setzen. Wir trinken noch was, quatschen über das Studium hier und da und dass für die Engländer “Magister” sehr viel gebildeter als “Diplom” klingt, letzteres klingt wie “Diploma” ein sehr minderwertiger Abschluss hier. Wir werden dann noch zum Fuppes gucken im Geo-Institut eingeladen, man muss ja was für seine Studenten tun, aber ich will noch zu Sainsbury’s und nach hause bevor das Spiel zuende ist und Juliane ist schon zu spät zum Vorglühen und Feiern gehen… Uni auf englische Art. Ausnahmsweise mal ganz praktisch, dass sie hier alle auf Sprechstunden scheißen. Manchmal ist das Fehlen der in Deutschland üblichen professionellen Distanz halt auch ganz nett. Naja, manchmal. Aber ich glaub ich steh mehr auf Zuverlässigkeit.
Das Gegenbeispiel gab’s heute noch beim Deutschen Institut. Ich wollte meine Bescheinigung abholen, dass ich ein Tutorium angeboten hab. Die Dozentin hatte mir geschrieben ich könne nachmittags vorbeikommen und ich hatte ich darauf auch nicht mehr geantwortet ob ich das mache. Also rechnet man nach 9 Monaten in England durchaus damit, dass einfach keiner da ist. Aber? Es war niemand da. Aber es hing ein Zettel an der Tür, dass sie im Dozentenzimmer sei. Kurz dort geguckt und sie unterbricht schnell ihre Tee-Stunde mit den Kollegen, nimmt mich mit ins Büro, zeigt mir was sie geschrieben hat, druckt es auf Uni-Papier unterschreibt und alles ist tiptop in Ordnung. Keine Ahnung ob sie Deutsche ist, aber man merkt dass sie in deutscher Kultur bewandert ist, denn das war ganz und gar nicht Englisch.
Mein Besuch bei Sainsbury’s war dann ganz relaxt. Nicht nur wegen des Kölschs davor. Heute ist Champions League Finale (grad läuft das Elfmeterschießen) ManU gegen Chelsea in Moskau. Ob es Großleinwände draußen geben sollte war nach den Ereignissen von letzter Woche umstritten, auf jeden Fall hocken die meisten Mancunians seit 7:30pm vor der Glotze. Straßen wie leergefegt, nichts los im Supermarkt. Großartig! Nicht mal zum Rauchen stand wer vor den Pubs. Auch meine Mitbewohner sind ausgeflogen. Obwohl die ja gar nicht so sehr Fußball begeistert sind, aber es gehört einfach dazu. An Karneval kommt man in Köln ja auch nicht vorbei, begeistert oder nicht.
Naja, ich trete mich jetzt in den Arsch und lese die beiden letzten Texte die ich mir für heute vorgenommen hab. 8 Seiten…

Lebenszeichen

Ohjeohje, ich bin sehr nachlässig. Ich hab lange nichts geschrieben. Aber ich hatte eine Hausarbeit abzugeben und dann 2 Klausuren und Ende der Woche ist noch eine und und und… Naja, egal. Ich versuch jetzt ein kleines Update zu geben.

 

Ich habe mal wieder Fußball erlebt. Pilgernde ManU Fans im Kreisverkehr und ich auf dem Rad zwischendrin, WM Feeling im Garten als ManU Meister geworden ist und die Nachbarn in der ganzen Siedlung synchron gejubelt haben. Und natürlich die Schotten letzte Woche rund um den UEFA Cup… Ich sitze grad im Bus zurück von London und hoffe, dass die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind wenn ich nachher aussteige und alle Schotten verschwunden oder zumindest ausgenüchtert sind… Nichts desto trotz befindet sich grad noch ein kleiner Schottland Trip für David und mich in Planung. Wird sich am Wochenende zeigen ob das machbar und bezahlbar ist…

 

Zwischendurch hatten wir hier sogar Sonne. Ich hab es zu einem Sonnenbrand gebracht. Schuld war exzessives Lernen im Garten. Aber mittlerweile ist auch wieder Schluss mit Frühling. Wir sind zurück bei grauen 12°C. However, es geht auf’s Ende zu und ich habe noch sooo viel vor.

 

Die Hausarbeit über Peking hab ich hinter mich gebracht. Auch wenn der Dozent 3 Tage vor Abgabe mal wieder mein ganzes Konzept durcheinander geschmissen hat. Aber so was wirft einen ja hier nicht mehr aus der Bahn. Freitags hab ich dann abgegeben. Montags war dann die erste Klausur über einen zwei-semestrigen Remote Sensing (Fernerkundung) Kurs. So gar nicht mein Thema und alles Inhaltliche war eigentlich schon vor Weihnachten gelaufen… Naja, hab das Wochenende ein 600 Seiten Buch durchgearbeitet und dann war das mit der Klausur halbwegs glimpflich. Mittwochs war dann Transport Geography dran. Noch mehr Stoff, viele Zahlen und noch weniger Zeit zur Vorbereitung. Ist weniger gut gelaufen, aber hat sicher gereicht. Außerdem sind ja in all meinen Kursen die Assignments ganz gut gewesen, sodass ich jetzt in den Klausuren nur noch bestehen muss, aber keine hohen Punktzahlen mehr brauche. Zwischendurch war noch Heung’s Abschieds-Essen. Mein Koreanischer Mitbewohner musste zurück nach Korea wegen Visa-Ärger und Musterung. So genau weiß man’s nicht… Dem hätte ich eigentlich noch Donnerstag Früh Tschüss sagen müssen, weil ich über’s Wochenende in London war und er Samstag geflogen ist. Aber wir haben uns verpasst. Der erste richtige Abschied war dann Donnerstag von Sam, meinem Sprachtandem. Sie kennengelernt zu haben ist ein wirklich wirklich glücklicher Zufall gewesen und sie war wahrscheinlich eine von wenigen waschechten Engländerinnen und Engländern die ich kennengelernt hab. Aber apropos Sam: Ich durfte mich Mittwoch nach der Klausur auch noch von Sam, einem englischen Gentleman aus meinem Kurs auf’s übelste beleidigen lassen. So ein Idiot. „Do you know what a councillor is?“ Ne, weiste?!? “Have you ever been to the Reichstag? It looks really nice.” Meine Antwort war eine gelangweilte Zustimmung, darauf er “You don’t seem to put a lot of interest in politics.“ Ich hab ihn dann noch mal darauf hingewiesen, dass man im deutschen Föderalen System auch noch woanders hinblickt als auf’s Bundesparlament und dass ja auch das Interesse an der Architektur einer touristischen Sehenswürdigkeit nicht wirklich viel mit politischem Interesse zu tun hat. Damit war das Gespräch eigentlich für mich auch beendet. Sam ging dann aber noch auf eine gemeinsame Gruppenarbeit ein. Ich hatte etwas in Stichpunkte zusammengefasst und er sollte es korrekturlesen und hat darauf einen ganzen Text gemacht. Er hakte dann noch mal nach ob seine Anmerkungen mir mit meiner FURCHTBAREN, WIRKLICH FURCHTBAREN Grammatik geholfen hätten, er hätte bei der Präsentation unserer Gruppenarbeitsergebnisse nicht aufgepasst, deswegen wollte er jetzt noch mal nachfragen… Ich habe ihm darauf hin noch mal Komplimente für seine sozialen Kompetenzen und seinen Teamgeist gemacht und mich bedankt, dass ich mal einen wirklich smarten britischen Gentleman kennenlernen durfte und mich selber gefragt, ob es jetzt gut oder schlecht ist, dass mein Englisch so FURCHTBAR schlecht ist. Ich hätte so einige Swearwords brauchen können, um ihm auch so richtig einen reinzuwürgen, bin so aber gar nicht in die Versuchung gekommen, mich auf sein Level hinabzulassen. Jaja, die Briten…

 

Donnerstag war dann auch das letzte Mal mein geschätztes Deutsch-Tutorium und wir haben viele Wörter und Begriffe zum Thema Banking durchgekaut. War echt Interessant. Hoffe, meine Lieben haben am Freitag ihre Übersetzungsklausur zum Thema gut überstanden.

 

Morgen steht dann mal wieder lernen an. Freitag ist Cities Klausur. Und am Nachmittag hol ich mir die Bescheinigung für’s Deutsch-Tutorium ab, dann bei Mr. Collins irgendwelche Unterschriften auf nem Erasmus-Formular und dann geht’s zu nem Finalen Curry mit Judith und Juliane ins Crescent. Morgen Abend spielt ManU gegen Chelsea im Champions League Finale. Da droht wieder ne Straßenparty, also werd ich zusehen, dass ich vorher zuhause bin, bevor alles zum Stadion pilgert und ich da vorbeiradeln muss… Donnerstag kommt David und wir wollen vielleicht abends noch in die krasse Bar im Hilton ein Bier trinken und die Aussicht genießen. Freitag Abend ist dann mein Abschiedsessen mit der WG, Samstag wollen wir wandern gehen wenn das Wetter es zulässt, Sonntag ist Abschiedsessen mit den Deutsch-Leuten, Montag ist Straßenfestival und dann bleiben noch 3 Tage für einen letzten Shopping Trip zu Fat Face und Primark, letzte Museen-Besuche, hoffentlich einen Ausflug nach Liverpool und viel Packerei und räumerei.

 

Ich versuch mich zwischendurch zu melden.

Eine weitere Woche…

Irgendwie fällt mir kein Titel ein. Bin grad eh weder kreativ noch produktiv. Müsste eigentlich was für die Uni tun, aber ich sitze mit Kopfschmerzen vor der Glotze und weiß nicht viel mit mir anzufangen. Da dachte ich mir, ich schreib nochmal ein wenig…

Komisch, dass ich ewig nicht schreibe und dann soviel über Irland kommt, oder? Ja, ich saß im Bus. Zurück von London nach Manchester, also hatte ich Zeit zu tippen. Die Busfahrt war ja ausnahmsweise mal ganz relaxt und der Platz neben mir frei…

Jetzt muss ich zusehen, dass ich mit dem Rest halbwegs hinterher komme.

Seit einer Woche ist hier quasi Frühling. Also stellt euch das jetzt nicht so vor wie bei euch in Deutschland. Hier ist nichts mit sonnigen Tagen bei 20°C. Hier ist England. Hier muss es einfach jeden Tag mal regnen. Aber es scheint auch jeden Tag mal die Sonne. Das macht hier den Frühling aus! Außerdem ist es nicht mehr so saukalt. Es ist manchmal echt mild. Und wenn die Sonne scheint und es grad nicht windig ist, ist es in der Sonne auch manchmal warm. Und abends ist’s jetzt bis 8pm hell. Bei dem Standard den man hier gewohnt ist, ist das quasi schon echt sommerlich und toll. Und wenn mich das Wetter jeden Tag wieder enttäuscht wenn es Zeit für die obligatorischen Regentropfen, oder auch den Schauer, ist, bin ich doch ganz froh, dass es bergauf geht. Freu mich aber auch umso mehr auf noch mehr Sommer in Köln.

Letzten Dienstag ging es los damit. In London war strahle Sonnenschein bei 17°C. Aber wir mussten leider David’s Hausarbeiten zuende bringen und drucken und abgeben. Das war schon Stress und Chaos genug und es hat nichtmal mehr zu nem Kaffee im Park gereicht am Ende. Aber beim rumhetzen war uns schön warm und wir haben die Sonne immerhin gesehen und die Leute sahen alle schön sommerlich aus. Die Frauen sind also jetzt mit den kurzen Röcken nicht mehr so alleine, die Männer tragen jetzt auch kurze Hosen. Bei 12°C. Aber is’ ja Frühling…
Mittwoch war dann auch nochmal total super! Ich war in der Uni bei einem kostenlosen Lunch wo man seine Meinung über das Essen an der Uni sagen konnte und bei Juliane was für unsere Lagos-Gruppenarbeit tun und hab mich dann mit Judith im Cresent auf ein Curry getroffen und danach waren wir noch spazieren im Park und als ich um 8pm nach hause kam war’s noch immer mild und hell und die Abendsonne war soooo schön!
Auch am Wochenende war’s immer wieder nett. Samstag hingen wir zwischendurch alle im Garten rum und haben gequatscht und spökes gemacht und die Hecke geschnitten und die Mauer demontiert und sind heimlich auf’s Pfadfindergrundstück… Sehr lustig! Außerdem haben wir mit allen (Katie, Heung, Mark, Liz, David und ich) supertoll Vegie-Lasagne mit Fake-Hack gegessen und gequatscht. Irgendwann ging es um unseren eingetopften Weihnachtsbaum, der seit Anfang des Jahres im Garten steht und bei jedem Sturm umgeweht wird. Katie meint, dass er unglücklich aussieht und hat schon versucht, den mit allen möglichen Tricks zu päppeln. Es ist das rausgekommen, dass Heung drauf gepeet hat, aber nicht direkt sondern erst in eine Flasche. Katie war völlig entsetzt. Ob er das denn auch vorher im Internet gecheckt hätte, ob das dem Baum helfen würde. Naja, eigentlich wollte sie ihn ja schon länger einpflanzen… Aber wo…? Ehe man sich versah wurden die vier Platten ausgebuddelt, auf denen eigentlich die dumme Vogel-Tränke stand und der Baum an der Stelle gepflanzt. Zack! Später im Verlauf des Abends konnte ich dann noch eine meiner Bildungslücken schließen, denn wir haben Wayne’s World geguckt. Ich muss sagen, Arndt hat was von Wayne… ;-)
Und auch Sonntag wartete ein Abenteuer: Wir waren mit bei Katie und Heung im Martial Arts Club zum Chinese Lunch. Seeeeeehr lecker!
Und gestern ging’s dann noch mal wieder zum shoppen in die City. Irgendwie haben wir den Primark dann doch nicht leer gekauft, sondern nur 8GBP da gelassen und David konnte sich auch doch nicht für sinnlose PC-Ballerspiele entscheiden, aber am Ende waren wir noch im Urbis und haben uns die Ausstellungen zu Mangas und Urban Gardening angeguckt und das war echt nett. Und zum Abendessen gab’s sooooo was leckeres!

Naja, aber genug für heute, bin platt, hab aua Kopf und muss in die Heija. Wenn ich Zeit hab schreib ich dann mal über griechisches Gemüse, vegane Kuchen, Chinesen und das Leben in Old Trafford…

Bonne nuit!

Irland II

Vom Busfahren in England hab ich ja schon berichtet. Egal ob mit dem Doppeldecker durch die City oder mit dem Reisebus einmal quer durch England Manchester – London oder zurück. Abenteuerlich und nicht wirklich zuverlässig oder komfortabel. Irland hatten wir ja bisher eigentlich als europäischer und entwickelter als England erlebt. Also haben wir uns über das Busfahren eigentlich nicht so große Gedanken gemacht. Wir haben Tickets für die nationale Busfirma von Dublin nach Cork, also ca. 250km von der größten zur zweitgrößten Stadt der Insel gekauft und uns einen Bus rausgesucht. Als die Dame am Schalter sagte, dass die Tickets nicht für eine bestimmte Fahrt, sondern nur für einen Tag seien haben wir uns schon ein wenig gewundert. Wie wollten die Iren sichergehen dass alle Leute in den Bus passen? Aber gut… Es hieß ja auch, wenn viel los sei würden sie einen zweiten Bus schicken. Wir also freitags aus dem Hostel ausgecheckt und mit reichlich Zeit-Puffer zum Busbahnhof. Wir waren früh da und es warteten erst 3-4 Leute für Cork. Eine halbe Stunde später ging die Schlange durch die ganze Wartehalle des Busbahnhofs… Aber wir standen ja vorne… Wir bei unserer ersten Busfahrt hatte der Bus kein Klo. Aber diesmal sollte Fahrt nicht eine Stunde dauern, sondern fünf! Nun gut. Es haben tatsächlich alle Leute in den Bus gepasst. Aber dann war er auch voll. Eigentlich hält der Bus noch an tausend Bushütten in Dublin um weitere Leute einzusammeln. Die hatten an dem Tag Pech. Ein weiterer Bus wurde auch nicht losgeschickt. Los ging die Odyssee. Schon aufgefallen? Die zurückzulegende Strecke betrug 250km und veranschlagt waren fünf (5!) Stunden. Naja, der Megabus braucht ja für die 280km von Manchester nach London auch 4,5 Stunden. Aber davon cruist er eine durch Mega-City und Mega-Verkehrschaos London… (Wobei, ich schreib grad eine Hausarbeit über Transport, Verkehr und vor allem Staus in Lagos, alles was wir in Europa bisher erlebt haben ist voll zivil…) Der Bus hielt also nicht an jedem Bushäuschen in Dublin das wir passierten. Aber an jedem weiteren der Strecke. Eine durchgängige Autobahn von Dublin nach Cork gibt es nicht. Wieso auch? Und selbst wenn es sie gäbe, der Bus würde sie nicht nutzen. Wir haben Autobahnstücke gesehen, Und überquert. Der Bus fährt im Zickzack von Dorf zu Dorf und Kaff zu Kaff. Nimmt jeden Kreisverkehr mit und jeden Stau an der einzigen Ampel eines jeden Nests. Er hält an jeder Tanke und jedem Pub und wieder jemanden im Nichts abzusetzen oder eine Oma aufzusammeln. Nach 6 Stunden, die mir wie mindestens 12 vorkamen, kamen wir in Cork an. Endlich! Cork ist klein. Und hat wie Dublin einen Fluss und viele Brücken in der Mitte. Aber Cork ist hügelig. Meiner Meinung nach: Das Wuppertal Irlands! Fluss in der Mitte und treppenartigen Altbauten drumherum. Aber keine Schwebebahn. Nur Busse. Dafür aber einen Primark. Und wahrscheinlich genauso viele hässliche Asi-Kids wie Wuppertal. Das Hostel hieß diesmal Sheila’s und soll die beste Adresse am Ort sein. 12€ p.P.p.N. im Vierbettzimmer (ohne Frühstück). Da kann man auch nicht meckern. Allerdings war das Zimmer SEHR klein. Zu viert mit Gepäck 6-7m² sind echt beengt. Aber es ging. Mal wieder den ein oder anderen lustigen Backpacker kennengelernt. Und viele Deutsche gehört und gesehen. Unglaublich wie viele Deutsche es in Irland gibt. Junge Leute. In Cork noch mehr als in Dublin. Du biegst im Tesco um’s Regal und das erste was du aufschnappst sind deutsche Wortfetzen. Überall. Voll krass. Ich tendiere dann immer dazu meinen Mund zu halten… Auch im Hostel. Manche von denen waren aber auch selten dämlich. Nichtmal in der Lage einen Gas-Brenner anzuzünden. Die Küche war aber mal echt krass. Riesenlange Arbeitsplatte mit ganz vielen Gas-Brennern. Hatte etwas Chemie-Raum-Flair. Aber funktional. Und dafür, dass es einen halben Tag kein Wasser gab, wegen eines Wasserrohrbruchs in der City, konnte das Hostel ja auch nichts. Naja, Cork ist auf jeden Fall ein ziemliches Kaff und man kann nicht so unglaublich viel machen. Dafür ist es aber echt viel stressiger als Dublin. Das war schon komisch. Auch von hier haben wir dann noch einen kleine Tagestour gestartet. Diesmal ging’s nach Kilarney. Da sollte es so unglaublich schön sein. Ein Kaff mal wieder, diesmal zur Abwechslung an der Küste. Sehr sehr touristisch. Aber an einem Tag der wettermäßig alles zu bieten hatte (Sonne, Wolken, Sturm, Regen, Hagel…) sind wir weit gelaufen bis zu einer weiteren Ruine und netter Küste halt am anderen Ende der Insel und des Dürfchens. Auf dem Rückweg durften wir dann wieder das irische Bus-System genießen: Wir waren die letzten die in den Bus gekommen sind. Dann war er voll und der Rest der Schlange durfte zwei Stunden auf den nächsten warten…

Naja, und dann hieß es wieder packen, spät ins Bett, schlecht schlafen, früh aufstehen, zum Flughafen, einchecken… Und Flug zu spät. Nicht wie erst angekündigt eine Stunde, sondern leider zwei. Und wir hingen quasi ohne Essen am Flughafen an dem es hinterm Check-In auch weder was Vernünftiges noch was Bezahlbares gab. Oh man ging’s mir dreckig und war ich quengelig. Nach ryanair in meiner persönlichen Liste der ätzendsten Billigfluglinien: aer lingus! Finally sind wir in Manchester angekommen und haben es sogar noch vor Landenschluss geschafft uns was zu futtern zu kaufen und sind dann recht schnell tot ins Bett gefallen.

Das war vor 2 Wochen…

cimg0812.jpg
cimg0814.jpg
cimg0816.jpg
cimg0819.jpg
cimg0834.jpg
cimg0845.jpg
cimg0852.jpg
cimg0863.jpg
cimg0866.jpg
cimg0867.jpg

Irland I

Endlich, mit 3 Wochen Verspätung, ein paar Worte zu Irland.

Dienstags morgens ging’s von Köln mit Germanwings nach Dublin. Am Flughafen waren wir irgendwie um 9:30h oder so und ich war trotzdem völlig im Arsch. Wir waren lange auf wegen packen, sind relativ früh aufgestanden, ich hab schlecht geschlafen, mich hat das alles wieder ziemlich gestresst. Immer das gleiche. Ich glaub nach diesem Erasmus-Jahr hab ich erst mal genug vom Reisen… Naja. Wir sind dann gut nach Dublin gekommen. Komischer Flughafen wenn man mich fragt. Irgendwie fertig. Komisches Volk da. Zurück in einem englisch-sprachigen Land, natürlich auch gleich zurück in einem Land mit großem Bus-Chaos. Aber wir haben es in die City geschafft und auch nach kleineren Startschwierigkeiten dort unser Hostel gefunden. Wir hatten ein Apartment gebucht. Voll dekadent denkt man. Aber es waren 22€ pro Nase und Nacht inkl. Frühstück MITTEN in der City. Ging also voll klar. Beim Check-In dann doch noch mal etwas Trouble gehabt, weil da bei der Buchung ‚n wenig was schief gelaufen war, aber wir konnten dann einen guten Kompromiss aushandeln und das Apartment hat unsere Erwartungen übertroffen. Litton Lane Hostel und Aprtments sind also auf jeden Fall empfehenswert. Guter Preis, fitter Staff, nette Atmosphäre, top Lage. Im Endeffekt haben für 50€ für 2 Leute und Nacht inkl. Frühstück bezahlt. Aber: zentraler geht’s echt nicht. Wir hatten ein Schlafzimmer, eine kleine Küche, ein Wohnzimmer, ein eigenes Bad und einen Mini-Balkon. Nur für uns. Frühstück halt Hostel-Frühstück… Ich hatte den Instant-Kaffee schon echt vermisst. Die Senseo in Manchester verwehrt einem jeden Morgen wieder das Camping-Feeling… Naja. Endlich angekommen war der Tag noch lang und wir konnten die Stadt erkunden. Und wir waren gesegnet mit Frühlingswetter. Sonne, blauer Himmel, 15°C. Und das nach winterlichen Ostern in NRW. Also mal die nördliche Hälfte der Innenstadt erkundet und merkwürdiges erlebt: Man ist in einem Land in dem man Englisch spricht, in dem alle Englisch sprechen und in dem die Autos auf der linken Seite fahren. Aber man zahlt in Euro. Ganz komisch. Das ist für mein Gehirn echt gewesen als sollte ich von rechts nach links schreiben. Und dann waren auch noch alle Busse von der gleichen Firma! Naja, man arrangiert sich damit. Aber dass es PRIMARK auch „auf €uro“ gibt… Seeeeeehr komisch! Aber Dublin hat uns gleich gut gefallen. Nicht so riesig. Und vor allem viel unstressiger als Manchester und London. Aber auch noch was teurer was Essen und Co. angeht. Abends waren wir dann aber auch richtig kaputt und haben uns riesig gefreut, einen Fernseher zu haben und somit eine Entschuldigung dafür nicht mehr ins Kino zu gehen… Tag zwei war für die Süd-Hälfte der Innenstadt reserviert. Wieder viel rumlaufen und gucken, kaum shoppen, wenig essen… Weiterhin ein schönes Städtchen. Und wirklich relaxt. Obwohl die Iren ja politisch nicht die allerruhigste Vergangenheit haben, läuft’s vor’m Parlamentsgebäude mindestens so entspannt ab wie vor’m Landtag in NRW. Die Engländer würden sich vor lauter Gefahren aller Art und potenziellen Terroristen sofort in die Hosen pinkeln. Aber unter Garantie.

Tag 3. Oh, unglaublich was wir getan haben! Wir wollten einen Tag raus aus der Stadt. Ein wenig „Irland“, die Landschaft und das Meer sehen. Es gab verschiedene Touren. Aber uns für viel Geld mit ’ner Busladung Rentner rumkutschieren zu lassen schien nicht so richtig attraktiv. Also haben wir uns ein Busticket gekauft und sind nach Wicklow gefahren. Das ist ein Ort ca. 50km südlich von Dublin an der Küste. 2005 hab ich eine Jugendreise dahin und dort betreut und wusste noch einen schönen Cliff-Walk auf dem wir damals sogar Schweinswale gesehen haben. [Man stelle sich vor, man sieht an der irischen Küste delphinartige Wassertiere und will danach ohne Bildmaterial mit Einheimischen klären was man da gesehen hat... Seitdem umfasst mein Englisch-Wortschatz auch das Wort Porpoise.] Unglaublich aber wahr, wir sind in Wicklow angekommen und obwohl überall in Irland gebaut wird wie blöd sah alles aus wie damals. Da das Touri-Office Mittagspause hatte sind wir zum Hafen und haben erst mal gepicknickt. In Gesellschaft einer wunderhübschen Mieze-Katze die sich in der Sonne auf den Steinen aalte und eines lustige gescheckten Hundes der sich riesig für die Katze und unsere Aufmerksamkeit interessierte. Nach einer Weile kristallisierte sich heraus, dass der Wauwau echt jeden aufforderte ihm eine leere Cola-Flasche zu werfen und zu niemandem gehörte. Vor 3 Jahren haben uns auch ständig Hunde gefunden und wollten unsere Freunde sein und ich konnte mich an einen weiß-braun gescheckten erinnern. Ich habe also mal ein Foto gemacht und das mit alten Bildern verglichen. Ich bin nicht ganz sicher, aber es könnte tatsächlich der selbe Hund sein… Sachen gibt’s! Nachdem wir von Touri-Office eine Map hatten konnte dann unser Spaziergang starten und es war wirklich toll. Tolles Wetter, Meer, eine Ruine und dann irische Küstenlandschaft wie aus dem Bilderbuch. Hat sich sehr gelohnt! Abends ging’s zurück nach Dublin und damit war Teil I der Irlandreise eigentlich schon vorbei. Am nächsten Tag ging’s auf in den Süden.

Da das ja jetzt hier doch schon ne ganze Menge ist die ich geschrieben hab und meld mich dann zu Teil II ein andernmal.


Close
E-mail It