rote Eichhörnchen zum Frühstück

Ich bin angekommen.

Trotz Milchstreik trinke ich Kaffee mit Milch und blicke in den Garten. Und da wuselt ein rotes Eichhörnchen. GuterStart eigentlich.

Gleich geht der große Stress dann schon wieder los. Aber irgendwann werd ich Zeit haben anzukommen und auch richtig zu schreiben.

Mein letztes Stündlein hat geschlagen

Es ist 5:33pm, um 6:30pm will ich durch Tür. Hab leider grad keine Zeit mehr zu schreiben. Melde mich irgendwann in ein paar Tagen in Sachen letzte Tage…

Liverpool

Wieso sucht man sich eigentlich den Tag mit der besten Wetterprognose für einen Ausflug aus? Es pisst wie sau! Aber ich fahre heute nach Liverpool, jetzt gleich geht’s los. Da ich nur noch Chucks hier hab gibt das wohl nasse Füße. Naja. Wenn wir danach nicht völlig bedient sind, wollen Nadia und ich danach noch ins Hilton. Und heute Abend wird zuende gepackt.
Ansonsten ist hier halt Frühling, britischer Frühling. Nach 2 Wochen konstant über 10°C und wenig Regen, haben wir seit vorgestern wieder die Heizung im Haus an…

Finally…

Keine 48 Stunden mehr, aber ich hab keine Lust zu schreiben. Ich schick euch Fotos und hoffe das reicht. Meld mich wenn ich Lust hab.

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Ein lauer Frühlings-Abend – Ganz Manchester sitzt vor der Glotze

Was bin ich fleißig! Nur leider nicht am Lernen, sondern am Bloggen… Naja.
Heute nochmal ein Beispiel typisch englischer Uni gehabt… Juliane und ich waren um 5pm mit Dave Collins in seinem Büro verabredet, damit er uns irgendwelches Erasmus-Gedöns unterschreibt. Den Vorschlag auf ein Treffenim Pub hat er abgelehnt; er müsse um 5:30 irgendwo anders hin. Um 5pm treffen wir Dave im Uni-Treppenhaus und er schickt uns ins Pub, wir sollten doch schonmal ein Curry essen, er käme in 10min nach. Also ins Pub, Getränke und Curry (Süßkartoffel-Spinat und Tofu-Tomate, hotttt!!!) geordert, Judith getroffen und gequatscht, gegessen, getrunken, gequatscht… Nach einer guten Stunde kam Dave dann und nachdem er ne Runde mit seinen Kollegen gequatscht und ein Bier getrunken hatte kam er zu uns und gab ne Runde. Dave zeigt uns seine unübersichtlichen Listen mit Erasmus-Studenten und Kursen und wir schreiben ihm einfach auf was wir gemacht haben. Ich lasse mir noch irgendein Blanko-Formular zur Änderung des Learning Agreements unterschreiben und da es auch von irgendeinem Koordinator von der Fakultät unterschrieben werden muss, geht es noch schnell zum Tresen und lässt auch Dave Davies seinen Namen drunter setzen. Wir trinken noch was, quatschen über das Studium hier und da und dass für die Engländer “Magister” sehr viel gebildeter als “Diplom” klingt, letzteres klingt wie “Diploma” ein sehr minderwertiger Abschluss hier. Wir werden dann noch zum Fuppes gucken im Geo-Institut eingeladen, man muss ja was für seine Studenten tun, aber ich will noch zu Sainsbury’s und nach hause bevor das Spiel zuende ist und Juliane ist schon zu spät zum Vorglühen und Feiern gehen… Uni auf englische Art. Ausnahmsweise mal ganz praktisch, dass sie hier alle auf Sprechstunden scheißen. Manchmal ist das Fehlen der in Deutschland üblichen professionellen Distanz halt auch ganz nett. Naja, manchmal. Aber ich glaub ich steh mehr auf Zuverlässigkeit.
Das Gegenbeispiel gab’s heute noch beim Deutschen Institut. Ich wollte meine Bescheinigung abholen, dass ich ein Tutorium angeboten hab. Die Dozentin hatte mir geschrieben ich könne nachmittags vorbeikommen und ich hatte ich darauf auch nicht mehr geantwortet ob ich das mache. Also rechnet man nach 9 Monaten in England durchaus damit, dass einfach keiner da ist. Aber? Es war niemand da. Aber es hing ein Zettel an der Tür, dass sie im Dozentenzimmer sei. Kurz dort geguckt und sie unterbricht schnell ihre Tee-Stunde mit den Kollegen, nimmt mich mit ins Büro, zeigt mir was sie geschrieben hat, druckt es auf Uni-Papier unterschreibt und alles ist tiptop in Ordnung. Keine Ahnung ob sie Deutsche ist, aber man merkt dass sie in deutscher Kultur bewandert ist, denn das war ganz und gar nicht Englisch.
Mein Besuch bei Sainsbury’s war dann ganz relaxt. Nicht nur wegen des Kölschs davor. Heute ist Champions League Finale (grad läuft das Elfmeterschießen) ManU gegen Chelsea in Moskau. Ob es Großleinwände draußen geben sollte war nach den Ereignissen von letzter Woche umstritten, auf jeden Fall hocken die meisten Mancunians seit 7:30pm vor der Glotze. Straßen wie leergefegt, nichts los im Supermarkt. Großartig! Nicht mal zum Rauchen stand wer vor den Pubs. Auch meine Mitbewohner sind ausgeflogen. Obwohl die ja gar nicht so sehr Fußball begeistert sind, aber es gehört einfach dazu. An Karneval kommt man in Köln ja auch nicht vorbei, begeistert oder nicht.
Naja, ich trete mich jetzt in den Arsch und lese die beiden letzten Texte die ich mir für heute vorgenommen hab. 8 Seiten…

Lebenszeichen

Ohjeohje, ich bin sehr nachlässig. Ich hab lange nichts geschrieben. Aber ich hatte eine Hausarbeit abzugeben und dann 2 Klausuren und Ende der Woche ist noch eine und und und… Naja, egal. Ich versuch jetzt ein kleines Update zu geben.

 

Ich habe mal wieder Fußball erlebt. Pilgernde ManU Fans im Kreisverkehr und ich auf dem Rad zwischendrin, WM Feeling im Garten als ManU Meister geworden ist und die Nachbarn in der ganzen Siedlung synchron gejubelt haben. Und natürlich die Schotten letzte Woche rund um den UEFA Cup… Ich sitze grad im Bus zurück von London und hoffe, dass die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind wenn ich nachher aussteige und alle Schotten verschwunden oder zumindest ausgenüchtert sind… Nichts desto trotz befindet sich grad noch ein kleiner Schottland Trip für David und mich in Planung. Wird sich am Wochenende zeigen ob das machbar und bezahlbar ist…

 

Zwischendurch hatten wir hier sogar Sonne. Ich hab es zu einem Sonnenbrand gebracht. Schuld war exzessives Lernen im Garten. Aber mittlerweile ist auch wieder Schluss mit Frühling. Wir sind zurück bei grauen 12°C. However, es geht auf’s Ende zu und ich habe noch sooo viel vor.

 

Die Hausarbeit über Peking hab ich hinter mich gebracht. Auch wenn der Dozent 3 Tage vor Abgabe mal wieder mein ganzes Konzept durcheinander geschmissen hat. Aber so was wirft einen ja hier nicht mehr aus der Bahn. Freitags hab ich dann abgegeben. Montags war dann die erste Klausur über einen zwei-semestrigen Remote Sensing (Fernerkundung) Kurs. So gar nicht mein Thema und alles Inhaltliche war eigentlich schon vor Weihnachten gelaufen… Naja, hab das Wochenende ein 600 Seiten Buch durchgearbeitet und dann war das mit der Klausur halbwegs glimpflich. Mittwochs war dann Transport Geography dran. Noch mehr Stoff, viele Zahlen und noch weniger Zeit zur Vorbereitung. Ist weniger gut gelaufen, aber hat sicher gereicht. Außerdem sind ja in all meinen Kursen die Assignments ganz gut gewesen, sodass ich jetzt in den Klausuren nur noch bestehen muss, aber keine hohen Punktzahlen mehr brauche. Zwischendurch war noch Heung’s Abschieds-Essen. Mein Koreanischer Mitbewohner musste zurück nach Korea wegen Visa-Ärger und Musterung. So genau weiß man’s nicht… Dem hätte ich eigentlich noch Donnerstag Früh Tschüss sagen müssen, weil ich über’s Wochenende in London war und er Samstag geflogen ist. Aber wir haben uns verpasst. Der erste richtige Abschied war dann Donnerstag von Sam, meinem Sprachtandem. Sie kennengelernt zu haben ist ein wirklich wirklich glücklicher Zufall gewesen und sie war wahrscheinlich eine von wenigen waschechten Engländerinnen und Engländern die ich kennengelernt hab. Aber apropos Sam: Ich durfte mich Mittwoch nach der Klausur auch noch von Sam, einem englischen Gentleman aus meinem Kurs auf’s übelste beleidigen lassen. So ein Idiot. „Do you know what a councillor is?“ Ne, weiste?!? “Have you ever been to the Reichstag? It looks really nice.” Meine Antwort war eine gelangweilte Zustimmung, darauf er “You don’t seem to put a lot of interest in politics.“ Ich hab ihn dann noch mal darauf hingewiesen, dass man im deutschen Föderalen System auch noch woanders hinblickt als auf’s Bundesparlament und dass ja auch das Interesse an der Architektur einer touristischen Sehenswürdigkeit nicht wirklich viel mit politischem Interesse zu tun hat. Damit war das Gespräch eigentlich für mich auch beendet. Sam ging dann aber noch auf eine gemeinsame Gruppenarbeit ein. Ich hatte etwas in Stichpunkte zusammengefasst und er sollte es korrekturlesen und hat darauf einen ganzen Text gemacht. Er hakte dann noch mal nach ob seine Anmerkungen mir mit meiner FURCHTBAREN, WIRKLICH FURCHTBAREN Grammatik geholfen hätten, er hätte bei der Präsentation unserer Gruppenarbeitsergebnisse nicht aufgepasst, deswegen wollte er jetzt noch mal nachfragen… Ich habe ihm darauf hin noch mal Komplimente für seine sozialen Kompetenzen und seinen Teamgeist gemacht und mich bedankt, dass ich mal einen wirklich smarten britischen Gentleman kennenlernen durfte und mich selber gefragt, ob es jetzt gut oder schlecht ist, dass mein Englisch so FURCHTBAR schlecht ist. Ich hätte so einige Swearwords brauchen können, um ihm auch so richtig einen reinzuwürgen, bin so aber gar nicht in die Versuchung gekommen, mich auf sein Level hinabzulassen. Jaja, die Briten…

 

Donnerstag war dann auch das letzte Mal mein geschätztes Deutsch-Tutorium und wir haben viele Wörter und Begriffe zum Thema Banking durchgekaut. War echt Interessant. Hoffe, meine Lieben haben am Freitag ihre Übersetzungsklausur zum Thema gut überstanden.

 

Morgen steht dann mal wieder lernen an. Freitag ist Cities Klausur. Und am Nachmittag hol ich mir die Bescheinigung für’s Deutsch-Tutorium ab, dann bei Mr. Collins irgendwelche Unterschriften auf nem Erasmus-Formular und dann geht’s zu nem Finalen Curry mit Judith und Juliane ins Crescent. Morgen Abend spielt ManU gegen Chelsea im Champions League Finale. Da droht wieder ne Straßenparty, also werd ich zusehen, dass ich vorher zuhause bin, bevor alles zum Stadion pilgert und ich da vorbeiradeln muss… Donnerstag kommt David und wir wollen vielleicht abends noch in die krasse Bar im Hilton ein Bier trinken und die Aussicht genießen. Freitag Abend ist dann mein Abschiedsessen mit der WG, Samstag wollen wir wandern gehen wenn das Wetter es zulässt, Sonntag ist Abschiedsessen mit den Deutsch-Leuten, Montag ist Straßenfestival und dann bleiben noch 3 Tage für einen letzten Shopping Trip zu Fat Face und Primark, letzte Museen-Besuche, hoffentlich einen Ausflug nach Liverpool und viel Packerei und räumerei.

 

Ich versuch mich zwischendurch zu melden.


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